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Protectionist ist wieder der Protagonist - Imponierender Triumph im Hansa-Preis in Hamburg

(Hamburg) 6.000 Zuschauer wurden am ersten Sonntag der Derby-Woche der Galopper am Sonntag in Hamburg-Horn Zeuge der faszinierenden Vorstellung eines Elite-Pferdes: Protectionist, aus der Zucht des Kölners Dr. Christoph Berglar, 2014 im Melbourne Cup, dem Mega-Rennen Australiens für die hiesige Zucht erfolgreich, wiederholte unter Jockey Eduardo Pedroza seinen Triumph von vor zwei Jahren im pferdewetten.de – Großer Hansa-Preis (Gruppe II, 70.000 Euro, 2.400 m).

 

Regelrecht aus dem Häuschen waren die vielen Fans des im Besitz von Australien Bloodstock stehenden Ausnahme-Pferdes, der unter der Regie von Trainer Andreas Wöhler (aus Spexard bei Gütersloh) nach einer enttäuschenden Zeit bei einem australischen Trainer und der anschließenden Rückkehr nach Deutschland wieder in großartige Form gekommen ist.

 

Von vierter Position stürmte Protectionist Mitte der Zielgeraden völlig souverän vor das Feld und entfernte sich völlig mühelos auf dreieinviertel Längen von der Gegnerschaft. Mit den 40.000 Euro Siegbörse katapultierte der Monsun-Sohn seine Gewinnsumme auf mehr als 2,6 Millionen Euro!

 

Trainer Andreas Wöhler, der mit seinem Team einen glänzenden Job gemacht hat, meinte: „Protectionist hat nach der Rückkehr zu uns seine Zeit gebraucht. Alle haben ihren Job gemacht, Tierarzt, Physiotherapeut, Reiter und viele andere. Wir sind alle dankbar, dass er wieder so weit gekommen ist. Ein unbeschreibliches Pferd, das schon früher nach zwei Verletzungen wiedergekommen ist. Er hat mir jetzt noch besser gefallen als vor seinem Trip nach Australien. Protectionist hat einfach einen tollen Charakter. Er will es und zeigen, einfach phänomenal. Natürlich würden die australischen Besitzer gerne wieder im Melbourne Cup laufen, aber das Interesse des Pferdes wird entscheiden, wo er läuft. Auch eine Europa-Kampagne ist eine Option.“

 

Iquitos, der Überraschungssieger aus Baden-Baden, lief als Zweiter vom letzten Platz als einziger noch in die Nähe des Siegers. „Das war stark. Er könnte nun in den Dallmayr-Preis nach München oder den Großen Preis von Berlin in Hoppegarten gehen“, verriet sein Trainer Hans-Jürgen Gröschel. Guignol komplettierte als Dritter die Favoriten-Dreierwette (288:10) in einem tollen Hauptereignis.

 

Auch im Rahmenprogramm gab es einige sehr interessante Details: Mit dem Titel Seriensieger darf sich nun auch der vierjährige Wallach Sun at work schmücken, denn der einstmals alles andere als einfache, da gesundheitlich mit Problemen (Bandscheibenvorfall) behaftete Hoffnungsträger landete in einem 13.500 Euro-Ausgleich II über 1.600 Meter seinen dritten Erfolg in Folge. Gegen Rock Shandy und Global Storm hatte er nicht die geringste Mühe. „Man darf ihn nur unterwegs nicht fordern, sondern muss in Ruhe abwarten. Das hat der Jockey getan“, lobte Trainer Jean-Pierre Carvalho auch Jockey Andreas Helfenbein. Einen großen Anteil an diesem Erfolg hat auch Werner Haustein, der Manager des Gestüts Aesculap von Dr. Landolf von Kürten aus Helmstedt, der Sun at work nach den anfänglichen Schwierigkeiten drei Monate auf die Fortsetzung seiner Rennkarriere vorbereitete.

 

Was für eine Leistung für einen Dreijährigen: Im 22.500 Euro-Ausgleich I über 1.800 Meter trumpfte der von Jens Hirschberger in Mülheim für das Gestüt Sommerberg der Familie Derwald trainierte Capitano zur Quote von 85:10 mächtig auf. Seinem Antritt waren auch der tapfer dagegenhaltende Empire Hurricane und der als Dritter einkommende Starwood nicht gewachsen. „Er ist ein Pferd für Grupperennen“, nannte sein Betreuer das nächste Ziel.
 

Protectionist mit Jockey Eduardo Pedroza und Trainer Andreas Wöhler nach dem Sieg im pferdewetten.de - Großer Hansa-Preis.  (Foto: Frank Sorge)
Protectionist mit Jockey Eduardo Pedroza und Trainer Andreas Wöhler nach dem Sieg im pferdewetten.de - Großer Hansa-Preis. (Foto: Frank Sorge)

Der große Sprint von Hamburg - Preis der Sparkasse Holstein für die Kurzstrecken-Asse

Rund 70 Sekunden, dann steht der Sieger fest: Kurz ist der Weg zum Ruhm am Dienstag auf der Galopprennbahn in Hamburg-Horn. Am dritten Tag der Derby-Woche stehen die Kurzstrecken-Pferde im Mittelpunkt – die Top-Sprinter steuern den Preis der Sparkasse Holstein – Hamburger Flieger-Trophy (Gruppe III, 55.000 Euro, 1.200 m) an.

Vor einem Jahr sorgte hier der im Besitz des Gestüts Höny-Hof von Manfred Hellwig stehende Donnerschlag (nun mit Marc Lerner) für eine Überraschung, als er nach einem Top-Ritt von Filip Minarik Start-Ziel immer wieder neue Reserven entwickelte und die Gegner nie an sich herankommen ließ. Da ist das Ziel nur logisch – die erfolgreiche Titelverteidigung!

Zuletzt in der Silbernen Peitsche in Baden-Baden zeigte sich der Schützling von Jean-Pierre Carvalho schon von sehr guter Seite, musste als Dritter allerdings u.a. den Auenqueller-Hengst Daring Match (Alexander Pietsch) noch vor sich dulden, der seinen sechsten Rang aus 2015 deutlich steigern sollte.

Mit Making Trouble (Filip Minarik) für Neutrainerin Melanie Sauer und Birthday Prince (Eduardo Pedroza) sind auch der Dritte bzw. Fünfte der Vorjahres-Entscheidung im zwölfköpfigen Aufgebot wieder am Start dieses Top-Sprints, der Ausdruck der Sportförderung der Sparkasse Holstein ist.

Zudem misst sich ein starker Dreijähriger mit den Spezialisten –der von Pavel Vovcenko in Bremen trainierte Mailänder Listensieger mit dem „kölschen“ Namen Schäng (Federico Bossa), und es kommen etliche Gäste aus dem hohen Norden, wie der starke Easy Road (N. De Sousa).

Aus dem Rahmenprogramm - acht PMU-Rennen ab 17 Uhr - ragt ein großes Zuschauer-Spektakel heraus – im Alpine Motorenöl-Seejagdrennen über 3.600 Meter laufen die Pferde durch den See. Falconettei (C. Chan) könnte im sensationellen 13er-Feld am Ende der Schnellste sein. Zweimal gibt es wieder die Viererwette mit Garantie-Auszahlungen von jeweils 10.000 Euro.
 

 

Alle Wetten in einen Pool - Deutschland und Frankreich wetten gemeinsam

 

Der Hamburger Renn-Club, German Tote, und die PMU warten am Dienstag (5.7.) und Mittwoch (6.7.) der Derby-Woche in Hamburg mit einem absoluten Novum auf. An diesen Tagen fließen sämtliche Wetten, die hierzulande und in unserem Nachbarland getätigt werden, in einen Pool! Durch das Wetten in den großen französischen Pool ergeben sich einige Neuerungen und vor allem mehr Möglichkeiten für alle Wetter.

 

Acht Rennen stehen am Dienstag ab 17.00 Uhr auf dem Programm (Foto: Frank Sorge)
Acht Rennen stehen am Dienstag ab 17.00 Uhr auf dem Programm (Foto: Frank Sorge)

Der Hamburger Renn-Club im Internet: www.galopp-hamburg.de
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Hamburgs aufregende Rennsportwoche findet man am einfachsten unter dem Hashtag #derbyhh.

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