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Generalprobe in Rio - „Team-OTTO“ besteht erste Disziplin vor den Olympischen Spielen mit Bravour



Ja, ist den schon Olympia? Man könnte es meinen. Blumenschmuck an den Tribünen, jubelnde Zuschauer in den Rängen, scharrende Hufe und ernst dreinblickende Schiedsrichter am Platzrand: „Alles war fast so, wie man es auch zu den Olympischen Spielen erwartet“, erzählt Wolfgang Otto, braungebrannt und zufrieden zurück im heimischen Büro. Einen wesentlichen Unterschied aber gab es: Bei dem dreitägigen Testevent in Rio de Janeiro standen nicht Pferde und Reiter im Mittelpunkt -  sondern die Platzbauer.

 

Nein, aufgeregt war Wolfgang Otto nicht. Zum einen, weil es nicht seinem Naturell entspricht. Der Geschäftsführer der Altdorfer OTTO-Sport ist eher der Typ hemdsärmliger Routinier. Gelassen waren Otto und sein Team im Vorfeld der Testspiele vor allem, weil sie zuletzt sieben Wochen in Brasilien vor Ort waren - böse Überraschungen waren also nicht zu befürchten. Sie waren dabei, als 2500 Tonnen Sand herangekarrt wurden, packten mit an, als 16 000 Quadratmeter Lochmatten verlegt und somit drei der insgesamt sechs georderten Plätze termingerecht fertiggestellt worden sind.

 

Am ersten Tag des Testevents rückte Rios Bürgermeister an, die Fernsehkameras verfolgten die Pferde der brasilianischen Testreiter, die Bildschirmtafeln zeigten die Wertungen der Juroren. Doch knapp ein Jahr, bevor auf den Plätzen von OTTO um Medaillen gekämpft wird, standen weder Prominenz noch Leistungen im Fokus. Vielmehr ging es um Fragen wie: Nach wie vielen Reitern muss der Platz bewässert und geebnet werden? Wie viele Traktoren samt der neuen OTTO-Planer sind nötig? Wie fügt sich das Ganze möglichst störungsfrei ins Event ein?

 

Was banal klingt, trägt wesentlich zum Gelingen solcher Großereignisse bei.  Denn wo es um olympische Ehren geht, muss der erste Reiter die gleichen Bedingungen vorfinden wie der zwanzigste.  Das gewährleistet die Pflege des Platzes. „Für mich war das Testevent also weniger eine Kontrolle unserer Arbeit, als vielmehr ein Probelauf für uns“, sagt Otto. Sein Fazit: Ein paar mehr Traktoren und Planer, und einem fairen Wettkampf steht nichts im Wege.

 

Am Januar fliegt das Team-OTTO abermals nach Rio. Gut so, denn trotz aller Konzentration auf technische Details und Arbeit, hat das Testevent die Vorfreude auf die Spiele weiter angeheizt. 

 

www.ottosport.de

 

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